Zur Kirchweih in Seßlach - der Hahnenschlag

Wir Brauhausfreunde haben uns auch dem Erhalt von weiteren Traditionen verschrieben. Das Stärk-Antrinken haben wir im Jahr 2010 wiederbelebt. Die Tradition des Hahnenschlags am Kirchweihmontag haben wir von unseren Vorgängern übernommen und in unsere Zeit übertragen.

Ein Höhepunkt der Seßlacher Kirchweih

Wenn Anfang Juli in Seßlach Kirchweih gefeiert wird, warten die Gasthäusern der Stadt mit besonderen Schmankerln auf. Natürlich gibt es rund um den Rothenberger Turm wieder ein buntes Treiben und die Stadtkapelle unterhält mit den "Ständala".

Ein Höhepunkt der Kirchweih ist der traditionelle Hahnenschlag. Er gehört zu den beliebten Attraktionen der Seßlacher Kirchweih. Am Kirchweihmontag, ab 17 Uhr, trifft sich die Seßlacher Bevölkerung wieder einmal vor dem Rathaus zu dieser lang gepflegten Tradition. Man kauft Lose, der Wettbewerb beginnt dann gegen 17:15 Uhr.

Beim Hahnenschlag wird natürlich nicht auf einen Hahn geschlagen, sondern auf einen Tontopf. Früher konnte man dabei einen Hahn gewinnen, lebend oder bratfertig, je nach Wunsch. Deshalb noch der Name Hahnenschlag.

Der "Seßlacher Mönch", Stefan Pachsteffl, hat die Leitung des traditionellen Hahnenschlages seit einigen Jahren übernommen und ist nun der Moderator des amüsanten Schauspiels. Der "Mönch" kommt mit seinem Handwagen vom Brauhaus über dem Maximiliansplatz gelaufen und ruft zum Hahnenschlag auf. Wenn sich alle Zuschauer und Mitspieler am abgegrenzten Spielfeld vor dem Rathaus eingefunden haben kann das Spektakel beginnen.

Der Mönch lässt ein Kind aus dem Topf ein Los ziehen, dessen Besitzer nun sein Glück versuchen darf. Er hat nun die Möglichkeit den "Hahn", einen Tontopf, der auf dem gepflasterten Platz liegt, mit einem "Dreschflegel" zu zerschlagen. Dem Hahnenschläger sind die Augen verbunden und er wird vom Mönch zum Ziel geführt, er darf einen Fuß auf den Tontopf stellen, dann wird er jedoch weggeführt und gedreht, um ihm die Orientierung zu nehmen. Nun ist er auf die Zurufe der Zuschauer angewiesen, die ihm den Weg weisen - oder auch in die Irre führen, denn jeder, der ein Los besitzt, hofft natürlich, dass der Schläger das Ziel verfehlt, damit auch andere noch eine Chance bekommen. "Rechts!", "Weiter links!", "Jetzt schlag zu!" schallt es laut über den Platz.

Jeder Teilnehmer hat drei Versuche, seinen "Hahn" zu schlagen und dabei einen Preis zu gewinnen. Wird der Tontopf nicht getroffen oder zwar getroffen aber nicht zerschlagen, wird über die Auslosung der nächste "Schläger" ermittelt. An Stelle eines lebenden Hahns in einem Käfig, der früher auf dem Handwagen wartete, hat der Mönch nun Sachpreise in Form von Gutscheinen über Bier aus dem Brauhaus oder Seßlachgutscheine. Es gibt so viele Durchgänge, bis alle Preise gewonnen sind.

Quelle: https://www.infranken.de/veranstaltungen/ankuendigungen/der-hahnenschlag-als-hoehepunkt-art-1104736